Familie Ramdohr

Gustav Ramdohr
Gustav Adolf Ramdohr
Konditormeister und Großgetreidehändler
geb.: 22. Februar 1834 in Aschersleben
gest.: 13. Mai 1910 in Aschersleben

Der Konditor Gustav Adolf Ramdohr hatte seine Konditorei mit Café in der Taubenstraße. Nachdem er zunächst für auswärtige Getreidehandlungen Korn auf Kommissionsbasis in der Umgebung aufgekauft hatte, gab er 1868 seine Konditorei auf und begann, eine eigene Getreidehandlung zu betreiben. Gustav Adolf Ramdohr erwarb das Grundstück Markt 23 und erbaute dort große Kornspeicher. Einen weiteren Getreidespeicher, sogar mit Gleisanschluss, errichtete er später in der Nähe des Güterbahnhofes in der Oststraße.

Sein Engagement für Aschersleben

1880 ließ sich der mit Agnes verheiratete Gustav Adolf Ramdohr den ersten Telefonanschluss in Aschersleben legen: die Leitung verband das Büro am Markt mit dem Firmenspeicher am Güterbahnhof. Für seine Leistungen auf wirtschaftlichem Gebiet wurde der viele Jahre ehrenamtlich als Stadtrat wirkende Getreidehändler zum Königlichen Kommerzienrat ernannt. Der Stephanikirche schenkte er einen reich geschnitzten Altar, der von einem einheimischen Künstler geschaffen wurde.

 
Agnes Ramdohr geb. Schumann
Ehefrau von Gustav Adolf Ramdohr
geb.: 19. März 1833 in Aschersleben
gest.: 1. Juli 1908 in Aschersleben
 
Richard Gustav Ramdohr
1. Sohn von Gustav Adolf Ramdohr / Kaufmann
geb.: 24. Januar 1860 in Aschersleben
gest.: 13. Dezember 1915 in Aschersleben

Der Kaufmann Richard Gustav war verheiratet mit Gertrud Just, die Tochter des Samengroßhändlers Albert Just. Er führte die Firma des Vaters weiter.



 
Willy Max Ramdohr
2. Sohn von Gustav Adolf Ramdohr / Kaufmann
geb.: 18. August 1865 in Aschersleben
gest.: 1. Dezember 1940 in Aschersleben

Nach dem Tod seines älteren Bruders Richard übernahm Willy, der jüngere und ledige Sohn Gustav Adolf Ramdohrs, die Leitung. Er wandelte die Firma in eine Aktiengesellschaft um und führte sie im Sinne des verstorbenen Vaters fort.

 

Text/Fotos: Walter Strutz, Geschichtswerkstatt